01/06/2010
Club Snowlander - für alle die Schnee und Motorsport lieben !!
04/2010
Garantiebulletin Yeti Pro V800, Modell 2009/10
Kunden bitte dringend bei uns melden !!
27/03/2010
Bericht Snowcross WM in Mala Schweden
10/07/2009
Wir bieten neues Schuhprogramm für Snowmobile/Quad und Freizeit von Kamval an !!
Snowland Status
Finnland Tour 2010, Woche 11
Ein Bericht von Kay Morris Walther
Zuerst einmal ein paar Worte zur Tour allgemein. Eigentlich hatte ich dieses Jahr keine richtige Lust die Tour zu organisieren. Wir hatten sehr viel Stress in der Firma und auch der Winter in Deutschland war schneereich, ausgesprochen kalt und insgesamt sehr angenehm. Das bedeutet natürlich für uns viel Arbeit, angefangen mit dem Verkauf und Service bis hin zum Eventgeschäft. Naja, jedenfalls kamen mir dann die Anfragen von Frank und Nicole doch sehr gelegen um 1. die Tour zu organisieren und 2. einen richtigen Abschluß für die Wintersaison zu finden.
Der Plan war schnell erledigt und auch die Zimmerreservierung, Flüge und Garagenorganisation klappte hervorragend, was heutzutage in Internetzeiten kein Problem mehr darstellt.
Meine Reise gen Norden begann also am 15.03. nun richtig, gegen früh um 3 Uhr. Bei einem ganz verrücktem Schneetreiben wagte ich die Fahrt Richtung Rügen. Die Fähre startete gegen 12.45 Uhr und ich musste mich beeilen…. Bei diesem Wetter !!
Spiegelglatte Autobahn bei Berlin und viele Unfälle säumten meinen Weg und ganz verrückt war, dass auf Rügen mehr Schnee lag als daheim !!
Fähre … rüber nach Schweden und dann noch einige km gespult. Geschlafen habe ich, wie immer, im Auto, machen „Trucker“ halt so, na ja, die haben ja eine Standheizung, ich hatte nur einen Schlafsack. Nach ca. 5 Stunden Schlaf bin ich weitergefahren und die restlichen 1400 km waren gegen 0.00 Uhr in Rovaniemi und ca. 16 weiteren Fahrstunden abgespult.
Am Mittwoch habe ich im Hotel erstmal richtig ausgeschlafen und habe danach mit den Vorbereitungen begonnen, gegen Abend die Schlitten abgeladen und ach ja, Jochen war gerade in Rovaniemi, ein jahrelanger Freund der sich bei einem Bekannten von mir eingemietet hat und im letzten halben Jahr fast schon die finnische (Ehren-) Staatsbürgerschaft bekommen hätte, so oft wie er hier war. Also bei Jochen war ich dann noch Abendessen. Es gab Lachs mit Kartoffeln…. Hat richtig gut geschmeckt !!
Am Donnerstag kamen dann Frank und Nicole in Rovaniemi an. Wir haben schön zu Abend gegessen und unseren Plan für die nächsten Tage gemacht. Frank und Nicole waren letztes Jahr schon da, deswegen musste alles natürlich noch schöner und auch anstrengender werden! Ich hatte mir da schon was ausgedacht ! J
Tag 1. 198km
Wir haben da mal ganz langsam angefangen und wollten ca. 130 km fahren. Route war Vikajärvi und dann Perunkajärvi und zurück. Gerade als wir Pause machten rief Jochen an und lud uns zum Kaffee ein, er war heute mit seinen Gästen nur beim Weihnachtsmann gewesen, weil Sie vom Vortag noch platt waren. Es lag auf dem Weg, gesagt - getan und schon waren wir da. Jochen erzählte uns so manche Story über seine Touren der vergangenen Monate und für mich konnte eine Erzählstunde von Reinhold Messner nicht abenteuerlicher sein. Fazit: alles Verrückte!
Im Anschluß an das Kaffe trinken sind wir dann noch schnell gemeinsam zum Eishotel nördlich von Rovaniemi gefahren. Das muß man mal gesehen haben, deswegen haben wir die paar kilometer noch rangehängt, sodass wir unser erstes Tagesziel um 70km übertrafen. 198km stand am ersten Tag auf dem Zähler. Auf dem Rückweg vom Eishotel ging bei Jochens Kunden noch der Treibstoff aus und Jochen schleppte den Schlitten nach Haus und war schneller als seine Gäste unterwegs…. Soviel zum Thema alles Verrückte !!
Abendessen im City Hotel und danach ab in die Falle.


Tag 2. 216km
Das Ziel hieß Zoo Ranua. Frühstück um 8.00 Uhr danach sind wir gleich los. Die ersten paar Kilometer waren ganz OK, das Wetter bedeckt und leichter Schneefall. Die Strecke kannte ich, d.h. die Karte war überflüssig. Nach ca. 30km machte ich einen kurzen Break (deutsch Pause), um ein kleines Tiefschneeprogramm einzuschieben, denn Frank und auch Nicole möchten sich ja auch fahrerisch Weiterentwickeln. Der Schuß ging nach hinten los, nur wenige Meter nachdem ich den Trail verlassen hatte, versank ich im Tiefschnee, da half auch nicht gefühlvoll oder Vollgas geben. Der Schlitten ging immer tiefer und steckte schließlich fest. Ich stieg ab und versank ebenfalls bis zur Hüfte im Pulverschnee das Gelächter natürlich auf meiner Seite !
Nachdem wir den Schlitten gemeinsam mit F. befreit hatten, nahm ich mir dessen Schlitten, der hat nämlich eine längere Raupe und somit mehr Traktion und fuhr gleich wieder in den Tiefschnee. Frank dachte bestimmt der spinnt, weil wir gerade vom ersten Ausgraben schon naß geschwitzt waren. Das ging jetzt wesentlich besser als mit meiner Rennschleuder. Ich konnte ein paar Kreise drehen und schön surfen, ….. bis zum nächsten Abflug und wiederholter Befreiungsaktion. Das haben wir dann noch ein paar mal gemacht bis Frank und ich total so richtig ausser Atem waren. ….Cool dachte ich!
Der weitere Trip nach Ranua war unspektakulär, nur die letzten 40km waren etwas bumpig, was an den Kräften zehrt. Nach dem Tankstop besichtigten wir den Zoo und hatten viel Spass dabei, dann noch eine Stärkung in der Zooraststätte und die Rückreise. Wir fuhren größere Distanzen am Stück und tauschten die Schlitten um etwas Abwechslung zu bekommen. Schon auf der Hinreise erzählte ich Frank und Nicole, dass ich früher bei längeren Fahrten Phasen hatte, wo ich einfach keine Lust mehr hatte. Nicole erwähnt irgendwann den Jacobsweg und ich erinnerte mich an meine letztjährige Reise nach Finnland mit 6 Hörspiel CD`s von Harpe K. und den besagten Jacobsweg. Naja, heute dachte ich jedenfalls, das hätte Harpe K. auch kürzer haben können, denn wenn man 200km auf nicht endend wollenden Wegen fährt geht einem genauso alles mögliche durch den Kopf und man erlebt die verschiedensten Gefühlsmomente, eingeschlossen dem, zum Glück, nur kurzem Hass aufs Snowmobilfahren. Ich erklärte es also schon im voraus …. und so kam es auch. Ich selbst habe da keine Probleme mehr, erkläre es mir aber nur damit, weil ich noch nicht an meiner Leistungsgrenze fahre und etwas mehr Erfahrung mit mir bringe oder ganz einfach, dass schon erlebt habe.
Im Hotel angekommen waren es 216km die uns allen jedoch wie 350km vorgekommen sind.
Abendessen im Hotel und wieder ab in die Falle.

Tag 3 0,00km
Dieser Tag war als Ruhetag gedacht. Gebucht hatte ich bereits im voraus die Rentier/Huskytour und diese sollte gegen 10.30 Uhr starten. Wir ließen uns also Zeit und trafen uns erst 8.30 Uhr zum Frühstück. Anschließend fuhren wir mit dem Wagen zur Rentierfarm. Dort empfing uns unser Guide Ville, welcher uns auf den kommenden 3h begleiten sollte. Wir erfuhren viel über das Leben in Finnland und die Rentierzucht, den es dauert schon ziemlich lange, bis man ein paar Kilometer zurückgelegt hat. Dennoch muß ich sagen, habe ich diese Fahrt mit dem Schlitten sehr genossen, es ist halt alles etwas langsamer deswegen aber nicht minder eindrucksvoll. Nach 3 Kilometer waren wir dann an der Huskyfarm. Dort wurden wir als kleine 3 Mann/Frau Gruppe auch nett empfangen, ich kann mich aber nicht mehr an die Namen der Guides erinnern. In Erinnerung ist mir eine junge Hundezüchterin geblieben, welche wie angestochen durch die Gegend rannte und mit Vorbereitungen beschäftigt war. Sie hatte männliche Züge und war relativ forsch in Ihrem Auftreten, worüber wir uns natürlich unseren Spass machten. Wir durften dann eine Runde auf einen abgesperrten Parcour fahren. Es war ganz interessant und man denkt sofort an Alaska und Filme wie Wolfsblut, die endlos lange Weite, Schneesturm, die Hunde und weiter kommt man nicht, weil dann die 800m Runde zu ende ist ! Weitere Informationen zu der Farm mit ca. 320 Hunden erfuhren wir in der Blockhütte bei Tee und Keksen. Schön und niedlich waren vor allem die Welpen, die wir im Außenbereich streicheln durften.
Mit dem Rentier ging es dann wieder zurück. Anschließend machten wir noch etwas Shopping im Santa Village. Auf der Heimfahrt schoß uns der Gedanke den Deutschen Soldatenfriedhof in Rovaniemi zu besuchen. Wir, als Deutsche, müssen das einfach machen, dachten wir und fingen an zu suchen. Nach geraumer Zeit fanden wir dann den Parkplatz. 500m Fussmarsch trennten uns noch von einem nahezu Monumentalen Gebäude aus massiven Granitsteinen am Fuße des Norvajärvi gelegen. Irgendwie ist es immer ein seltsames Gefühl, wenn man einen Friedhof betritt. 2500 deutsche Soldaten sind hier im 2. Weltkrieg gefallen. Nach der Eintragung in das Besucherbuch gingen wir zurück zum Auto, wobei kaum ein Wort gewechselt wurde. Im Hotel wurde sich frisch gemacht um am heutigen Tag auswärts zu speisen. Im Skyhotel erwartete uns ein sagenhafter Ausblick auf Rovaniemi und ein perfektes Dinner sowie Ambiente!

Tag 4, 185km
„keine Kaffeefahrt !“
Dieser Tag startete nach dem Frühstück mit einer kurzen Stipvisite bei BRP um noch einige Sachen für die kommenden Tage zu klären. Danach kurz Einkaufen und auf die Motorschlitten Richtung Käyrämö. Diesen Trail sind wir bereits vergangenes Jahr gefahren und auf Wunsch von Nicole, wir Männer machen ja eigentlich immer das, was die Frauen möchten, stand er heute auf dem Programm. Schon zu Beginn, also auf den ersten Paar Metern wurde mir klar, das wird heute kein Zuckerschlecken. Der Trail war nicht präpariert und Anfangs sehr wellig. Wir fuhren im stehen, um die Wellen besser ausgleichen zu können. Die Geschwindigkeit wurde mit anwachsender Fahrtstrecke jedoch immer langsamer und ich machte einen kleinen Stop nach 20km. Beim Manövergespräch empfahl ich etwas schneller zu fahren und in die sitzende Position mit ständigen links/rechts Wechsel überzugehen. Zum Glück wurde die Strecke etwas besser, sodass wir die neue Fahrweise gut trainieren konnten. Es wurde immer schneller und damit natürlich auch gefährlich, denn wenn man mit 60-80 km/h durch die Wälder fährt sollte man hoch konzentriert fahren, was so bestätigte es Frank und Nicole einen riesen Spass macht. Mittag beim Chinesen und auf zum Rückweg, welcher nach 2 Fotopausen und ca. 60km wieder recht wellig wurde. Wir übten noch etwas Tiefschnee incl. des kräfteverschlingenden Ausgrabens. Wir tauschten wieder etwas die Schlitten und machten noch eine Wellen-Trainingspause bevor wir zur Shell Tanke einkehrten, um die Schlitten zu betanken. Auch die Rückreise war zeitweise sehr schnell half aber vor allem meinen Gästen beim weiteren Kennenlernen des Motorschlittens und Fahrens. Als wir in der Garage waren luden wir die Schlitten auf den Trailer für Tag 5 und fuhren nach vergeblichen Versuchen einen Brustpanzer für Nicole zu erhalten zum Hotel für etwas Relax und Abendessen.

Tag 5, 175km
„Gipfelstürmer“
Tag 5 begann sehr unsanft früh um 6.00 Uhr als der Wecker mich aus den süßesten Träumen holte. Gegen 6.30 Uhr hatten wir uns zum Frühstück verabredet und ca. 7.30 waren wir an der Garage. Am Vortag hatten wir die Schlitten ja bereits aufgeladen, denn die ersten 180km wollten wir gelassener und schneller zurücklegen als auf dem Motorschlitten, denn das Ziel war nicht der Weg, sondern der Berg. Im Norden von Rovaniemi gibt es die bekannten Skigebiete von Ylläs und Levi. Beide sind an den markanten baumlosen Bergkuppen, welche wie übergroße gepuderte runde Rührkuchen aussehen, zu erkennen. Von allen Seiten sind Skilifte wie Leitern an den Rührkuchen angelegt und die Abfahrtspisten schlängeln sich hinunter wie der aufgebrachte heisse weiße Schokoladenguß,… naja oder so ähnlich !! Wir fuhren bis Kittilä mit Auto und Anhänger und dann ca. 50km mit dem Schlitten, bis wir am Fuße des Ylläs standen. Nicht nur der Berg ist eine gigantische Erscheinung, nein auch die Abfahrtspisten sind traumhaft präpariert, der Funpark schon von weitem als solcher zu erkennen. Wir fuhren nach oben auf den ausgeschilderten Trail. Der Schnee war etwas weich aber beim Bergauffahren merkt man das wenig. Oben angekommen bot sich uns ein gigantischer Ausblick, die Sonne zeigte sich ebenfalls, ist ja klar, … wenn Engel reisen !! Wir machten eine kurze Pause und waren erstaunt, dass die Uhr erst halb 12 zeigte. Wir entschieden uns weiter Richtung Levi zu fahren und dort auf dem Berg die Mittagspause einzulegen. Der Abstieg vom Ylläs war dann schon riskanter, vor allem deswegen, weil man der Gefahr ( Bergab) ins Auge blickt, im Gegensatz zum Bergauffahren. Jedoch fuhren wir natürlich langsam und es sah schlimmer aus als es am Ende war. Für den Weg nach Levi nahmen wir den Arctic Trail, welcher rings um Ylläs und Levi erstaunlich gut präpariert war. Das machte es uns leichte eine höhere Geschwindigkeit zu fahren nicht selten kratzten wir an der 130km/h Marke. Das ensprechende Risiko kann man sich vorstellen, weil auch relativ viel Verkehr auf dem Trail unterwegs war. So machte ich als Führer die Bahn frei und warnte den Gegenverkehr um das Risiko zu minimieren. Ohne viel Pause fuhren wir gleich zum Gipfel und legten unsere Mittagspause ein. Zum Essen gab es Wurst und Brot, sowie Tee aus unseren Rucksäcken. Levi ist ja so etwas wie das Kitzbühl von Lappland, was allein schon an den Gästen der Berg-und Partyhütte zu sehen war. Wir fragten uns, ob hier wirklich alle Skifahren können, die Skistiefel trugen ! Aber das ist glaube ich normal in den Skigebieten. Wir waren glücklich, zwei Gipfel erklummen zu haben und machten uns auf den Rückweg nach Kittilä, wo wir die Schlitten verstauten und unseren ca. 2h igen Heimweg antraten. Im Hotel angekommen verabredeten wir uns auf 7 Uhr zum Abendessen bei Koti Pizza, nicht gerade first Class, aber die machen gute Pizza zum tollen Preis in MC Donalds Atmosphäre. Uns genügte das heute und nach einem Absacke in der Kellerbar des Hotels sanken wir in die Betten.
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Tag 6, 152km
Grill und …
Am 6 Tag wollten wir das Motorschlittenfahren ausklingen lassen. Rund um Rovaniemi hatten wir uns ca. 220km Strecke auf der Karte markiert. Morgens besuchten wir aber erst noch einmal die Fabrik. Das hatte auch einen guten Grund, denn ich konnte bereits vor 3 Wochen die neuen Modelle 2011 testen, was ich aus zeitlichen Gründen jedoch verschob. Jetzt gab es die Gelegenheit, welche ich natürlich gleich beim Schopfe packte. Wir entschieden uns für einen MXZ 800 Trail. Der 800 kommt nächste Saison mit dem heiß ersehnten Etec Motor und ich war gespannt darauf wie er geht und vor allem was er verbraucht ! Wir starteten Richtung Sinettä, wo wir bereits am ersten Tag das Schneehotel besuchten. Das sollte auch der erste Stop sein. Ein ca. 8km langer See musste vorher befahren werden. Wir waren rechtschnell unterwegs, wenn man bedenkt, das der Trail auf dem See recht huckelig, aufgrund des vielen Schnee, war. Ich machte kurz vor Schluss einen Stop und fuhr in den Tiefschnee, was man so macht um die Plastikkufen des Fahrwerks zu kühlen. Frank schoß an mir vorbei und stoppte ca. 50 nach mir, wobei er die ersten Sekunden still auf den MXZ verweilte. Ich dachte, vielleicht hat er ein Problem und bin zu ihm rübergefahren und fragte was los wäre ? Er schaute mich an und sagte: „ Eh, das geht ja gar nicht … 165 km/h ….“ Dabei lächelte er mich an und ich musste lachen, weil ich hatte ja schlimmeres vermutet. Unser Trail führte uns weiter nördlich Richtung Ylläs, welchen wir dann nach Westen Richtung Pello verliesen. Zwischendurch tauschten wir immer mal die Schlitten um wieder etwas Abwechslung zu erhalten. Der Verbindungstrail war sehr eng, gerademal eine Motorschlittenspur breit, zum Glück kam kein Schlitten entgegen. Die Landschaft und auch das Wetter zeigten sich von der besten Seite. Zwischendurch testete ich den MXZ, wobei er bei großen Wellen und aggressiver Fahrweise durchschlug und auf dem See erreichte ich bei ca. 5cm lockeren Schnee knapp 185 km /h. Gemeinsam erreichten wir den Verbindungstrail Pello- Rovaniemi, wobei wir die Richtung Rovaniemi wählten. Ziel war unsere Mittagspause an der bekannten Grillhütte nördlich Rovaniemi´s. Ich hatte wie jeden Tag meine Gaeste beim Fahren beobachtet und entschied mich Frank an die zweite Stelle hinter mir zu holen, um Ihm das schnellere Fahren auf dem Trail zu zeigen. 6 Kurven weiter war ich allein und von Frank keine Spur. Ich fuhr zurück und sah die Bescherung. Frank hatte den Schlitten im Scheitelpunkt der Kurve verloren, dieser tauchte kurz in den Tiefschnee und kam am nächsten Baum zum stehen. Ich war heilfroh das Frank nicht passiert war, den das Material lässt sich immer reparieren. Jedoch wurde uns allen in diesem Moment auch die Gefährlichkeit des Motorschlittenfahrens bewusst. Wir bargen den Schlitten, der noch funktionstüchtig war und fuhren Richtung Grillstelle. Wir mussten eine andere Grillstelle wählen, weil die auserwählte leider besetzt war.
Dort machten wir Feuer und bereiteten leckeren Lachs zu. Das gehört zum Finland Urlaub einfach dazu, einmal muß es Lachs vom Feuer geben. Schöne Grüße von hier an Steffen vom letzten Jahr, der Lachs über alles mag.

Aufgrund des beschädigten Schlittens entschieden wir uns die Tour abzubrechen (es war mittlerweile auch schon halb vier) und den Schlitten gleich noch auseinander zu bauen, um den Schaden zu lokalisieren und aufzunehmen. Bei dieser Arbeit lernt man auch gleich etwas vom Aufbau eines Motorschlittens. Nicole fotografierte, Frank und ich schraubten als Team.
1h später war alles erledigt und auseinander gebaut. Wir besuchten schnell noch den Schuhladen für Männer „MOTONET“, so hat mir das Tero Lehtoranta von BRP mal beschrieben und meinte so eine Art Heimwerkerladen für alles, um Werkzeug für die Reparatur einzukaufen. Ich hatte nur die eigene Werkzeugkiste mit und war auf diese Art Reparaturen nicht ganz vorbereitet…. muß man aber auch nicht, denn im „Schuhladen“ gibt es ja alles !! Vor dem Abendessen bestellte ich bereits für den nächsten Tag die Teile und wir machten einen Zeitplan für den Abreisetag.
Danach Essen, einen letzten Tag Absacker, nein ich glaube es waren 3-4 und dann schlafen ..!
Abreisetag 42km
Früh morgens 6.30 wollten wir frühstücken und Kay hatte verschlafen. Das muß natürlich erwähnt werden, weil ich sonst immer vor meinen Gästen da bin. Ich war einfach total müde und hatte den Wecker nicht gehört. Mit halbgeschlossenen Augen saß ich dann am Frühstückstisch und Frank sowie Nicole lachten. Es dauerte auch ziemlich lang bis ich fit wurde. Unser Plan für den Abreisetag sah wie folgt aus. Zuerst mussten wir den Testschlitten zurück zur Fabrik bringen, dabei wollten wir die anderen Schlitten gleich mit tanken und den Verbrauchstest 600 zu 800 etec machen. Dann Ersatzteile abholen, anschließend aus dem Hotel auschecken und auf dem Weg zum Flughafen noch etwas einkaufen.
Das mit dem Schlitten war natürlich kein Problem, den bei BRP klappt es meisten reibungslos, vor allem wenn man selbst vor Ort ist und die Angestellten nerven kann. Vielen Dank an dieser Stelle an das Team von BRP. Zum Verbrauchstest war ich sehr überrascht. Der 800 etec brauchte ein wenig mehr Treibstoff als der 600er etec Xtrim. Der Verbrauch selbst könnte sogar bei gleicher Fahrweise günstiger sein, wenn man einkalkuliert, das ich den 800 zeitweise sehr gefordert habe. Das überrascht und ist gleichzeitig ein Grund unseren Kunden zu Hause wieder die 800er anzubieten, welche in den letzten Jahren doch erheblich mehr Treibstoff konsumierten.
Nachdem wir die Ersatzteile abholten, schraubten wir den defekten Schlitten zusammen, was dennoch ca. 2h dauerte. Danach rasch zum Hotel und die Sachen gepackt. Auf dem Weg zum Flughafen sind wir noch in dem Martiini Messershop gegangen. Messer sind Männersache, deswegen haben wir auch kräftig eingekauft. Im Santa Village war Souvenir Zeit und die eine oder andere Ansichtskarte wurde auf den Weg gebracht.
Dann war es Zeit für den Abschied und ich muß sagen, es waren schoene Tage mit euch mit vielen tollen Erlebnissen.
Fazit: schöne Zeit mit vielen Erlebnissen und Steigerung zum letzten Jahr
Wetter: fantastisch am Sonntag zeitweise bewölkt, Schneeschauer
Gefahrene KM: ca. 964km
Rückblick auf 2010 Hier !!
KW 12 -
KW 13 -
KW 14 -
KW 15 -
KW 16 - ausgebucht !
Ablauf: Montag Flug nach Rovaniemi, Kay Walther holt Sie am Flughafen persönlich ab und erläutert Ihnen den weiteren Verlauf, Dienstag- Donnerstag fahren Sie ca. 500km mit dem Motorschlitten und lernen unter anderem den richtigen Weihnachtsmann kennen. Im Vordergrund steht jedoch das Fahren und Erlernen des Motorschlittenfahrens incl. Outdoor Grillen. Am Freitag steht dann die Rückreise an. Gefahren wird ausschließlich mit einsitzigen Sportschlitten neuesten Baujahrs, eventuell können schon Modelle für 2012 getestet werden. Auf Wunsch bieten wir Extras, wie z.B. Fahren mit weltberühmten Snowcross Stars oder Besuch der Messerfabrik Marttiini in Rovaniemi an. Abends gehen wir auf eigene Kosten in verschiedene Restaurants oder Bars, je nach dem wieviel Kondition Ihnen bleibt. Die Übernachtung erfolgt im City Hotel in Einzelbettzimmern.
Preis (Standard Tour) 2.850,00 EUR, Spezialtouren auf Anfrage
Bei Interesse an einer Finland Tour melden Sie sich bitte per email kmw@snowland-walther.de einfach an !!